DE|EN|
 
 
 

PIEPER: Regenerative Medizin – mehr Freiheit der Forschung im Dienste des Menschen!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

BERLIN. In einer Pressekonferenz des GRM Herbstforums zur Regenerativen Medizin, erklärt die forschungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion und stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, Cornelia Pieper:

Das gesamte deutsche Gesundheitssystem steht vor außerordentlich großen Herausforderungen. Der Gesundheitsfonds ist sicher nicht die Lösung, um auf die dringendsten Fragen eine Antwort zu finden.

Die beste Therapie zur Sicherung der Sozialsysteme wären Menschen, die ein gesundes, geistig aktives Leben bis ins hohe Alter führen können.

Alle in den letzten Jahren gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Forschungsergebnisse lassen erwarten, dass die Regenerative Medizin einen sehr wichtigen Beitrag für das gesamte Gesundheitsforschungssystem leisten kann.

Wir haben die öffentliche politische Auseinandersetzung dabei nicht gescheut und haben zumindest eines bewirkt: Unter breiten Teilen der Bevölkerung herrscht heute eine positive Grundstimmung gegenüber der „roten“ Biotechnologie und der Regenerativen Medizin. Daran haben nicht zuletzt die Erfolge mit neuen Pharmazeutika, wie z.B. des Insulins, und neuen stammzellbasierten Therapien einen nicht unerheblichen Anteil.

Daher müssen wir heute einen ganzheitlichen Ansatz finden, der Brücken baut für die Medizin von morgen!

I. Ein solcher Brückenschlag ist für mich die Translationsforschung in der Medizin, also Forschung vom Labor direkt zur Klinik und umgekehrt. So können Erkenntnisse aus der biomedizinischen Grundlagenforschung unmittelbar für Prävention, Diagnostik und Therapie von Krankheiten angewendet werden. Grundlagenforscher und Kliniker entwickeln so gemeinsam neue Methoden für die Klinik. Andersherum gedacht können Patientenbeobachtungen schnell an die Grundlagenforschung zurückgegeben werden.

II. Ein zweiter Brückenschlag wäre die schnelle Überführung von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in klinische Studien, ihre ausreichende Förderung und schnelle Anwendung bei der Therapie zum Nutzen der Patienten.

III. Der dritte Brückenschlag ist ein Fonds für sogenannte „prekommerzielle Forschung“, sozusagen eine strategische Allianz zwischen staatlicher und wirtschaftlicher Forschungsförderung sowie der Finanzwirtschaft.