DE|EN|
 
 
 

Die regenerative Medizin gilt als innovativer und zukunftsträchtiger Bereich der modernen Medizin

Die Deutsche Gesellschaft für Regenerative Medizin hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Öffentlichkeit über die neuesten Entwicklung auf diesem Sektor zu informieren und aufzuklären, da derzeit noch ein hohes Informationsdefizit besteht.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Interview mit Ulrike Schwemmer, Geschäftsführerin

pressetext.redaktion  vom 16.08.2017

 

3D-Gewebe-Druck soll Medizin revolutionieren

Forscher streben Massenproduktion an - Expertin bleibt skeptisch

3D-Gewebe-Druck: revolutionärer Vorstoß (Foto: Sam Olof/ Alexander Graham)

3D-Gewebe-Druck: revolutionärer Vorstoß (Foto: Sam Olof/ Alexander Graham)

Oxford/Frankfurt am Main (pte024/16.08.2017/13:00) - Forscher der University of Oxford ox.ac.uk haben ein Verfahren entwickelt, das lebendes Gewebe in Massenproduktion drucken soll. Dadurch ließen sich beschädigte Bereiche des Körpers unterstützen, ersetzen, oder sogar erweitern. Das Besondere ist die stabile Herstellung des Gewebes. Die Zellen werden sicher ummantelt und lassen sich anschließend in lebendes Gewebe einarbeiten.

"Kein Blockbuster"

"Bei der Regenerativen Medizin handelt es sich um individuelle Therapieverfahren und Produkte, nicht um sogenannte Blockbuster", sagt Ulrike Schwemmer, 1. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Regenerative Medizin grm-aktuell.org , im pressetext-Gespräch. Die deutschen Gesetze erlauben Forschern nur die Arbeit mit genau definierten embryonalen Zelllinien. Die Anwendung ethischer unbedenklicher, adulter Stammzellen ist allerdings gestattet. Obwohl die Forschung schon sehr weit ist, sieht Schwemmer einen "Durchbruch" für den Patienten erst in ferner Zukunft.

"Die Regenerative Medizin hat grundsätzlich das Potenzial, die Medizin zu revolutionieren. Leider stellen sich derzeit gesellschaftspolitische Interessen gegen die Fortschritte von Forschung und Industrie", erklärt Schwemmer. Laut ihr stellen die umfassenden Therapie-Möglichkeiten der Regenerativen Medizin für gängige Medikationen und Verfahren eine Bedrohung dar.

Massenproduktion als Ziel

Die Oxford-Wissenschaftler hoffen, ihre Methode des Gewebe-Drucks weltweit zu etablieren. "Wir haben versucht, dreidimensionales lebendiges Gewebe herzustellen, das grundlegendes Verhalten und Physiognomie, die in natürlichen Organismen gefunden werden, wiedergeben kann", so Studienleiter Alexander Graham. In den nächsten Monaten sollen neue Druck-Techniken entwickelt werden, die eine Produktion auf industriellem Niveau erlauben. Auch ein größeres Spektrum, beim Druck von lebendem und hybridem Material, soll getestet werden.

"Wir können zwar schon ganze Hautpartien nach Verbrennungen, oder Knorpel und Knochen durch sogenanntes Tissue Engineering ersetzen, allerdings weigern sich viele Krankenkassen, die Kosten dafür zu übernehmen. "Die Therapie ist für die meisten Patienten dadurch sehr teuer", bedauert Schwemmer. Ziel der Forschung sei die effektive Behandlung von Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Krebs.


Interview mit Prof. Dr. Frank Emmrich

20 Jahre nach dem Schaf Dolly führte Radio Bremen ein interessantes Interview mit unserem Vorstandsmitglied Prof. Dr. Frank Emmrich zu diesem Thema.

Hier können Sie sich das Interview, das uns freundlicherweise vom Nordwestradio zur Verfügung gestellt wurde, gerne anhören.

 


 

Paten gesucht

Er hat an unsere Tür geklopft, und wir haben ihn hereingelassen: Axo. Wir konnten nicht anders. Man mag uns vorwerfen, schneller als die Bundesregierung gehandelt zu haben. Aber was soll`s. Das hören wir oft.

Wir haben Axo Asyl gewährt. Einfach so. Obwohl er kein Deutsch spricht. Wir haben ihn jedenfalls so verstanden, dass er sich für uns ein Bein rausreißen würde, oder zwei. Solche Mitarbeiter wünscht man sich.

Wir möchten ihn nun gern offiziell einstellen, vorzugsweise im Bereich Sympathieträger. Mag sein, dass er einen Hauch von Humor in unsere ernste Wissenschaft mischt. Das wäre klasse.

Leider hat Axo, um zu uns zu kommen, sein letztes Hemd gegeben. Sie sehen ja selbst. Nun suchen wir dringend Paten, die uns helfen, ihn ordentlich auszustatten. Auch kleine Beträge können hier Wunder wirken.

Bei auffallend honorigen Paten würde Axo – wir haben ihn da wohl richtig verstanden – sogar einen seiner Brüder überreden, in dessen Dienst zu treten. Natürlich würde er sich an den Paten anpassen, voll und ganz, also CD-gemäß.

Wir bitten Sie herzlich: Werden Sie Pate. Machen Sie Axo glücklich.

Und uns.

 


 

Vorankündigung

15. Herbstforum der GRM

"Regenerative Medizin: Andere Blickwinkel – Neue Perspektiven. In Kooperation mit der TU Dresden, Poliklinik für Kieferorthopädie."

Am 24.11.2017 im Fraunhofer-Forum in Berlin

Archiv

Meldungen nach Jahrgang.

HINWEIS: Im Zuge des Relaunches der Webseite der GRM sind die Meldungen der Jahre 2011 bis 2002 noch nicht umgezogen worden. Wir sind dran.