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Deutschland in Zukunft ohne innovative Therapien: Der Patient als Opfer von Überregulierungen?

Dinner Debate der Deutschen Gesellschaft für Regenerative Medizin GRM e.V. in Berlin

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Dinner Debate

Die Regenerative Medizin ist ein neuer biomedizinischer Forschungsbereich, zu dem u.a. die Stammzellforschung und das Tissue Engineering (Züchten von Gewebe- und Zellverbänden) gehören. Nicht zuletzt im Kampf gegen die großen Volkskrankheiten wie Diabetes und Herzerkrankungen erhofft man sich von der Regenerativen Medizin große Fortschritte. Bereits heute werden Stammzellen bei schweren Krebserkrankungen und zur Brustrekonstruktion nach tumorbedingter Amputation erfolgreich eingesetzt.

Auch in Deutschland wurde der Forschungsbereich deshalb in den vergangenen Jahren mit weitreichenden Mitteln ausgestattet. Doch damit die Ergebnisse der Forschung und die medizinischen Innovationen auch tatsächlich beim Patienten ankommen, müssen auch die derzeitigen Regularien angepasst werden. Denn bisher bewegen sich Kliniker und Biotech-Unternehmen in einer rechtlichen Grauzone:

  • Welche der vielen im Arzneimittelgesetz vorgeschriebenen Genehmigungen im Zusammenhang mit der Entnahme, Verarbeitung und Anwendung von Stammzelltherapien sind im Einzelfall zu beantragen?
  • Wie und in welcher Höhe wird die Behandlung von Patienten mit innovativen Stammzelltherapien durch die Kostenträger, insbesondere die gesetzliche Krankenversicherung erstattet?
  • Welche rechtlichen und finanziellen Hürden haben Forscher und Biotech-Unternehmen in Deutschland zu nehmen?
  • Welche Vorteile haben Patienten und Behandler von der Regenerativen Medizin? Wie kann die gesetzliche Krankenversicherung diese neuartigen Therapien angemessen vergüten?

Zu diesen und weiteren Fragen wollen wir auf unserer Dinner Debate gemeinsam mit Ihnen diskutieren.

Vertreter von deutschen und internationalen Biotech-Unternehmen, Spitzenforscher und Vertreter relevanter Organisationen werden Stellung beziehen. Konkret und kontrovers wollen wir die größten Hürden für innovative Verfahren deutlich machen und gemeinsam alternative Lösungen erörtern.

Wir freuen uns, Sie auf dieser Veranstaltung als Gast zu begrüßen. Neben Ihnen sind auch die Mitglieder des Gesundheits-, Forschungs- und Technologieausschusses der CDU/CSU- und der FDP-Bundestagsfraktion eingeladen.

Veranstalter:
Deutsche Gesellschaft für Regenerative Medizin e.V.

Programm

Begrüßung

Prof. Dr. Martin Neumann

Sprecher für Forschungspolitik der FDP-Bundestagsfraktion

Ulrike Schwemmer

1. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Regenerative Medizin

Referenten

Prof. Dr. Lukas Prantl

Leiter des Funktionsbereichs Plastische-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Abteilung für Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Regensburg

Stammzellen aus Fettgewebe - Eine neue Dimension?

Prof. Dr. Hans-Oliver Rennekampff

Bereichsleiter des Schwerbrandverletztenzentrums der Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Medizinische Hochschule Hannover

Fett als therapeutische Option: Klinische Möglichkeiten - Einschränkungen in der Praxis.

Kenneth K. Kleinhenz

Vice President Regulatory Affairs and Quality Assurance, Cytori Therapeutics, Inc., San Diego, USA

Future for innovative Therapies in Germany? Annotation of an US-based Company

Prof. Dr. Barbara Sickmüller

Stellvertretende Hauptgeschäftsführerin, Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.

Innovative Arzneimittel in Zulassung und Erstattung - Abbau bürokratischer Anforderungen erforderlich!

Zeit / Ort

26. Januar 2012, 18.30 Uhr,
Deutsche Parlamentarische Gesellschaft
Friedrich-Ebert-Platz 2, 10117 Berlin